Ökostrom vom Biohof

Vom Lendensteak bis zum Heidelbeersorbet – dass die hauseigenen Produkte des Biohof Schmidmit Sonnenkraft gefertigt werden, ist keine Neuheit. Dass die Luzerner Kunden nun aber neben Lebensmitteln auch Solaranlagen kaufen können schon:

 

„Selbst zu installieren, war für uns ein logischer Schritt – bei der Erweiterung unserer eigenen Anlage haben wir bereits selbst Hand angelegt. Warum dann nicht auch anderen den Bezug von Solarenergie ermöglichen?“, sagt Heinz Schmid.

 

Die technischen Kenntnisse waren schnell erweitert, die ersten Anfragen kamen direkt aus der Nachbarschaft.

 

„Unser Kerngeschäft besteht natürlich nicht in der Installation. Hier war es für uns wichtig, einen zuverlässigen und flexiblen Partner zu finden, der auch unsere Region abdeckt und uns mit Modulen versorgen kann. Canadian Solar bietet uns das, was wir brauchen.“

 

 

Der Canadian Solar Onlineshopist darauf spezialisiert, Installateursbetriebe bei der Realisierung von Photovoltaikprojekten im Bereich kleiner bis mittelgroßer Anlagen zu unterstützen. Basis für den Erfolg unserer Partner sind die von Canadian Solar angebotenen Onlinedienste. Wir möchten Solarteuren und Elektroinstallateuren mit diesem Angebot dabei helfen, effektiver zu arbeiten, Kleinprojekte besser zu vermarkten und als Konsequenz dessen mehr zu verkaufen. Hierzu haben wir im ersten Schritt unseren Bestellprozess optimiert und bilden unsere Produkte, Preise und  Auftragsübersicht digital an – im Canadian Solar Onlineshop

 

„Der Onlineshop stellt die Basis für unsere Installations-projekte, aber auch meine Zusammenarbeit mit Canadian Solar Digital dar. Wir sind tagsüber mit unserem Kerngeschäft beschäftigt, da komme ich selten vor dem eigentlichen Feierabend dazu, mich noch mit Bestellungen herumzuschlagen. Online kann ich meine Solarmodule jederzeit bestellen. Erst diese Flexibilität ermöglicht es uns, Solaranlagen zu installieren und so zusätzliches Geschäft zu generieren.“

 

Heinz Schmid und sein Team gehörten zu unseren ersten Partnern innerhalb der Schweiz. In Zusammenarbeit mit Canadian Solar Digital wurden seit Frühjahr 2015 bereits mehrere Projekte im Bereich von 22 bis 400 kW realisiert. Neben Sprossen, Früchten und Fleisch bietet der Biohof nun die Installation von PV-Anlagen in der Region Gelfingen an.

 

 

Gelfingen, Schweiz

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Leaflet| © OpenStreetMapcontributors

Der Weg von Shawn Qu

Vieles aus nachfolgender Biographie wurde nach Vorlage eines Artikels von Richard Blackwell in der kanadischen The Globe and Mail entnommen.

 

Dr. Shawn Qu gründete Canadian Solar im Jahr 2001. Doch bereits am Anfang stand mehr als nur eine Vision und seine persönlichen Ersparnisse. Nun, nur 14 Jahre später, tritt Candian Solar als internationaler Player im Photovoltaikgeschäft auf 6 Kontinenten auf und verbucht Umsätze von mehr als 3 Milliarden USD. Im Jahr 2014 ergänze das Unternehmen sein Geschäftsfeld durch den Kauf des US-amerikanischen Energy Developer  Recurrent

Aufgezogen von seinen Eltern, zwei Universitätsprofessoren der Mathematik während der chinesischen Kulturrevultion der 1960er und '70er Jahre, bezeichnet Shawn Qu seine Erziehung als "reich an geistigen, nicht materiellen Werten". Dr. Qus Eltern gaben ihm sowohl die Leidenschaft für wissenschaftliche Zusammenhänge mit sowie prägten sie seinen Charakter zur Genügsamkeit. Beide Eigenschaften sollten sich später im Erfolg von Canadian Solar widerspiegeln.

 

1987, kurz nachdem die chinesische Regierung Studenten erstmals Auslandsaufenthalte ermöglicht hatte, ging Shawn Qu nach Kanada. Zum damaligen Zeitpunkt konnte er bereits einen Abschluss in Physik an der renomierten Tsinghua University in Beijing vorweisen und trat in weiterer Folge für sein PhD in Materialwissenschaften an der University of Toronto an. Im Rahmen dieses Studiums entwickelte sich auch sein Interesse für erneuerbare Energien und insbesondere Photovoltaik.

Nach dem erfolgreichen Abschluss begann er seine Karriere bei Ontario Hydro (heute "Ontario Power Generation") im Rahmen eines Solarprojekts, welches in weiterer Folge an ATS Automation Tooling Systems in Cambridge, Ontario, verkauft wurde. Wie der Zufall so spielt, kaufte ATS dann den französischen Solarmodulhersteller Photowatt.

Die neue Herausforderung bei ATS und die vielen Solarprojekte im Zuge seiner neuen Tätigkeit prägten bei Shawn Qu auch das Verständnis für den Wert, den Solarenergie zur Entwicklung der Gesellschaft beitragen würde. Eines dieser Projekte der Firma ATS wurde von der kanadischen Regierung unterstützt und sollte der Elektrifizierung ländlicher Regionen in China dienen. Hierzu entwickelte das Projektteam kleine Solarzellen und Batteriesysteme, welche in der Lage waren zwei Lampen sowie ein Radio zu betreiben. "Das war ein sehr interessantes Projekt, welches mir auch die Gelegenheit gab, die Gebiete, für die wir es entwickeltet hatten, zu besuchen und unser Produkt persönlich zu präsentieren. Die Einwohner der Region liebten es."

 

"Das brachte mich zum Nachdenken, wie ich einen grösseren Beitrag zum Durchbruch der Solarenergie leisten könnte...und diesem Gedanken verschrieb ich mich."

 

Der nächste Schritt in diese Richtung sollte die Gründung von Canadian Solar im Jahr 2001 werden. "Zu diesem Zeitpunkt war es meine Vision, vielleicht ein kleines Unternehmen mit Focus auf erneuerbare Energien zu gründen. Wir sollten etwas Gutes tun für die Menschheit, einen kleinen Beitrag zur Veränderung in der Energiewirtschaft leisten und natürlich sollte die Firma mir auch erlauben, meine Familie zu ernähren. Als Ingenieur gehe ich sowas Schritt für Schritt an, ohne Grosses zu planen."

 

Und dennoch sollte dieser erste Schritt ein grosser werden: Dr. Qu erfuhr von einem Geschäftspartner, dass Volkswagen Mexiko auf der Suche nach einer Lösung war, die es den Fahrzeugen erlaubte, die Autobatterie zu laden, während diese zum Teil Monate lang ohne Nutzung auf Aussenparkplätzen standen.

Shawn Qu machte sich an die Arbeit, entwarf ein Design für eine Solarlösung und erhielt schliesslich den Zuschlag für das Projekt. "Die Herausforderung war, da ich nun ein Projekt mit einem realen Kunden hatte, auch eine reale Firme aufzubauen. Ich wusste noch nicht einmal, welchen Standort ich für die Fertigung wählen sollte. Und ich musste eine komplett neue Budgetierung für das eigene Unternehmen aufsetzen. Woher sollte das Geld für die Umsetzung kommen, woher das Equipment?"

Die Fragen sollten jedoch schnell geklärt sein, Canadian Solar baute seine erste Fertigungsstätte in China und konnte sich durch das Projekt mit Volkswagen, welche mehrere tausend Einheiten des finalen Produkts bestellt hatten, für einige Jahre finanzieren. Dr. Qu baute so nachhaltig ein Team auf, erhöhte die finanziellen Mittel des Unternehmens und so sollte sich im Jahr 2004 bereits die nächste grosse Chance für Canadian Solar auftun: Die Förderungen der deutschen Regierung für photovoltaische Installationen ermöglichten die Entwicklung eines enorm grossen Markts. Und auch die Tatsache, dass unser Unternehmen als Zulieferer für Volkswagen bereits tätig war, öffnete die ein oder andere Tür, um diesen Markt mitzugestalten. "Das bedeutete unseren ersten Kunden in Deutschland eine Menge. Und wir hatten das Glück, erneut zur richtigen Zeit am richten Ort zu sein."

 

Für die nächsten Jahre sollte das Geschäft von Canadian Solar florieren - wie auch das der meisten anderen PV-Unternehmen. Weitere Fördergelder der Regierungen wurden ausgeschüttet, der Verkauf von Solarmodulen boomte. Im Nachgang zur Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 unterstützte Photovoltaik den Aufschwung der gesamten Industrie, immer mehr Firmen schlossen sich mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen rund um die Installation von Solaranlagen an, was jedoch auch ein beunruhigendes Zeichen sein sollte.

“In den Vereinigten Staaten von Amerika gab es einen Plan für den Wiederaufbau der Industrie. In China sogar einen zusätzlichen Förderungsplan. Jeder hatte so schnell die Möglichkeit, sich finanzielle Mittel zu verschaffen, jedoch auch, sich dabei zu verschulden. Und auch solche Fabriken sollte es geben, nicht nur in unserem Geschäftsfeld, auch fern der Solarbranche", sagt er. "Plötzlich war wirklich jeder im Geschäft mit der Photovoltaik."

Diese generelle Marktentwicklung sowie folglich der Überfluss an Angeboten sollte jedoch wegen der Krise auf Verkürzungen der Förderungen in der Europäischen Union treffen, die Preise für Solarmodule fielen stark und es folgte eine quasi natürliche Marktbereinigung. Einige der grössten Unternehmen der Industrie kollabierten, ebenso auch kleinere Firmen. Gleichsam gestaltete sich die Entwicklung der Branche an der Börse. Canadian Solar erging es anders. Die starke Bilanz sowie die konservative Investitionspolitik des Unternehmens hatten sich bewährt. Für uns bedeutete der Preisverfall so nicht das Ende einer Erfolgsgeschichte, sondern viel mehr ein neues Potential: geringere Preise erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit von Solar gegenüber anderer, konventioneller Formen der Energieerzeugung und relativierten so auch den Wegfall der Subventionen. Ein Trend, den wir auch heute noch beobachten können.

 

Während andere Solarunternehmen mit dem Überleben kämpften, entschied sich Dr. Qu für grosse Veränderungen zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Canadian Solar. Neben der Herstellung von Zellen und Solarmodulen, würden wir künftig auch selbst das Geschäftsfeld des Bauens von Solarkraftwerken bedienen. Und in diesem Segment war der Preisverfall von Solarkomponenten tatsächlich von grossem Vorteil.

Die meisten dieser Projekte finden sich nun in Kanada, den U.S.A., China und Japan. Im Regelfall werden die Grossanlagen, sobald diese fertiggestellt und angeschlossen sind, von Canadian Solar an unabhängige Elektrizitätswerke für deren langfristigen Einsatz verkauft.

Kent Brown ist einer der Betreiber solcher E-Werke, sein kanadisches Unternehmen BluEarth Renewable ist aktuell im Begriff, mehrere Projekte von Canadian Solar zu kaufen. Dr. Qu beschreibt er as Visionär, der so klug war, sehr früh in das Geschäft mit der Photovoltaik einzusteigen und durch die zuvor beschriebenen kleveren Bewegungen des Unternehmens entlang der Entwicklung der Branche die eigene Firma zum Fels in der Brandung zu machen. "Er war in der Lage Canadian Solar durch viele schwierige Zeiten zu lenken, und das immer eine Buglänge vor dem Wettbewerb - egal, ob bei der Fertigung von Zellen oder Modulen oder im Projektgeschäft. Das ist wirklich bewundernswert und zeichnet ihn als zuverlässigen und kompetenten Partner aus", sagt Kent Brown. 

Auch in Kanada expandiert Canadian Solar weiterhin, erst kürzlich wurde eine weitere Fertigungsstätte für Solarmodule in London, Ontario, eröffnet, welche auch am nordamerikanischen Kontinent die Produktionskapazitäten parallel zur ersten Fabrik in Guelph deutlich erhöht. In Guelph befindet sich so auch der Hauptsitz von Canadian Solar, welcher von Dr. Qu einmal im Monat besucht wird. "Kanadisch" sind wir so nicht nur aufgrund unserer Namensgebung. "Unsere Gesellschaft ist hier nicht nur eingetragen, hier bezahlen wir auch unsere Steuern und führen neben unseren beiden Fabriken auch den betriebswirtschaftlichen Zweig von Canadian Solar. Beispielsweise machten wir so im Jahr 2014 etwa die Hälfte unseres Gesamtumsatzes in Kanada, was somit auch aus geschäftlicher Perspektive unser wichtigster Standort ist", sagt Dr. Qu.

"Eine Menge anderer Unternehmen produziert zumindest anteilig in China. Warum auch nicht? Beispielsweise Apple. Im Zweifelsfall sind auch all Ihre Unterhaltungsmedien nicht mehr als «designed in California»", so der CEO von Canadian Solar. 

 

Dr. Qu, welcher kanadischer Staatsbürger ist, verbringt den Grossteil seiner Zeit in China, wo er nahe der grössten Fabrik Canadian Solars in Suzhou, ausserhalb von Shanghai, lebt. Meistens ist er jedoch unterwegs - wer ein internationales Unternehmen dieser Grösse leitet, verbringt auch einen entsprechenden Teil seiner Arbeitszeit in "mobilen Büros" wie beispielsweise Flugzeugen.

Abgesehen von seiner Leidenschaft für das eigene Unternehmen hat Shawn Qu auch in seiner Freizeit gerne ein dichtes Programm: wenn die Möglichkeit besteht, gerne beim jährlichen Skiurlaub in Japan oder beim Schwimmen. Wann auch immer sich die Gelegenheit bietet, zieht der Geschäftsmann seine Bahnen im Pool des nahe gelegenen Fitnesscenters - mehr als einen Kilometer je Tag.

Trotz der bahnbrechenden Geschichte von Canadian Solar ist ihm der Erfolg niemals zu Kopfe gestiegen. Genügsamkeit prägt auch heute noch das Weltbild der Familie Qu. Einen Unterschied zu den frühen Jahren kann er dennoch feststellen: "So nervös wie früher bin ich nicht mehr, wenn es um unsere Firma geht. Heute ist auch viel mehr von der alltäglichen Arbeit und Verantwortung auf unser Management Team verteilt, mit dem Unternehmen ist natürlich auch unsere Belegschaft gewachsen." Und so kann sich Dr. Qu nun mehr auf die strategischen Angelegenheiten Canadian Solars konzentrieren - jedoch mit derselben Passion, Motivation und denselben Zielen wie zu Beginn der Erfolgsgeschichte.

 

 

Persönliches

  • Geboren in Beijing, China
  • 50 Jahre alt 
  • Verheiratet, 3 Kinder


Ausbildung

  • PhD in Materialwissenschaften, University of Toronto, Kanada
  • MSc in Physik, University of Manitoba, China
  • BSc in Angewandter Physik, Tsinghua University in Beijing, China


Karriere

  • Gründete Canadian Solar in Ontario, 2001
  • Herstellung der ersten Module in China, 2002
  • Börsenlistung NASDAQ, 2006
  • Eröffnung von Canadian Solar's erstem eigenen Kraftwerk in Guelph, Kanada, 2011; 2014 folgte ein weiteres in London, Kanada
  • Kauf des führenden amerikanischen Energy Developers Recurrent für 265 Millionen USD


I n eigenen Worten

  • “Mein Traum war und ist es, Solarmodule am Dach jedes einzelnen Haushalts zu sehen...und so einen Beitrag zu einer sauberen Welt für die nächste Generation, für unsere Kinder, zu leisten."
  • “In meiner Tätigkeit verwalte ich eine neue Wirtschaftsform, neue Energien und das Geschäft als Solches auf eine sehr traditionelle Weise. Hierbei mag ich mich zwar vom typischen Entrepreneur des 21. Jahrhunderts unterscheiden, aber das ist Teil unseres Erfolgsrezepts bei Canadian Solar."
  • “Leider erhält die Industrie, die sich mit konventioneller Energie befasst, nach wie vor mehr steuerliche Vergünstigungen und Förderungen als die Solarindustrie. Hier müssen wir noch Veränderung schaffen."
  • “Verändern wird sich auch das Geschäft mit der Photovoltaik - wir werden hier eine weitere Reduktion der Kosten und Preise feststellen können. Und das wird das Konzept dieses Teilbereichs der erneuerbaren Energien stärken und gegenüber konventioneller Stromproduktion wettbewerbsfähiger machen."
  • “Für Banken und Investoren wird das Geschäftsfeld der Solarenergie immer attraktiver. Während der letzten Jahre haben sie sich dem Konzept stark angenähert und beginnen nun, Solar als gute Investition mit voraussehbaren Einkommen zu sehen. Finanzinstitute betrachten Photovoltaik heute als zu empfehlende Vermögensanlage."